Politische Richtlinien und öffentlich-private Partnerschaften für die Offshore-Windenergie
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Riesiges Potenzial
Die Offshore-Windenergie (OSW) bietet ein enormes Potenzial als Quelle
erneuerbarer Energien. So hat die Europäische Umweltagentur (EUA)
ermittelt, dass es wirtschaftlich möglich ist, bis zum Jahr 2020 60 bis
70 % des EU-Gesamtenergiebedarfs aus OSW zu erzeugen.
Die involvierten Regionen spielen bei der weiteren Entwicklung der OSW
eine entscheidende Rolle: Zum einen aus praktischen Gründen – die
Stromkabel zur Anbindung der Windparks müssen in Küstenregionen
„angelandet” werden – und zum anderen aufgrund der strategischen und
politischen Bedeutung, die diese Regionen innehaben - z.B. für die
Schaffung von Triple-Helix-Verbindungen und die Förderung von
wirtschaftlichen Netzwerken.
Wissen teilen
Während die OSW-Industrie erhebliche technologische Fortschritte
verzeichnen kann, sind die politischen Rahmenbedingungen auf regionaler
und lokaler Ebene in Europa nach wie vor lückenhaft. Es gibt Regionen,
die im Bereich der Offshore-Windenergie führend sind und andere, die
ebenfalls Ambitionen in diese Richtung haben. Einige dieser Regionen
verfügen jedoch noch nicht über die notwendige Erfahrung und das
erforderliche Wissen, um Offshore-Windenergie-Projekte kurzfristig
umzusetzen.
4POWER fördert den Wissensaustausch zwischen führenden Regionen (Dundee,
Emden, Rostock), weniger erfahrenen Regionen (Groningen, Rimini) sowie
Regionen in der Orientierungsphase (Azoren, Korfu, Lettland, Malta).
Ziel ist es, eine gemeinsame Wissensbasis in Bezug auf aktuelle und
zukünftige regionale Herausforderungen in der OSW-Entwicklung zu
schaffen.
Die Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE möchte darüber hinaus mit ihren
umfangreichen Erfahrungen und ihrem gut ausgebauten Netzwerk die
Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Regionen fördern.
"4POWER” - Inhalte
Die Partner arbeiten gemeinsam an zwei zentralen Themen:
(1) Schaffung von effizienten regionalen politischen Rahmenbedingungen sowie
(2) Implementierung eines angemessenen Wirtschafts- und
Innovations-Klimas.
Für die Umsetzung des Projekts sind drei Phasen
definiert: Divergenz (regionale Beratungsrunden und vergleichende
Analyse der vorhandenen Unterlagen), Konvergenz
(Mainstreaming-Sitzungen, exemplarische Analyse bewährter
Verfahrensweisen und thematische Leitfäden) sowie strategische Umsetzung
(lokale/regionale Strategien, Projektplan und EU-OSW-Satzung).
"4POWER" - Resultate
Die Vertreter der Regionen erhalten am Ende des Projekts einen Leitfaden
mit Hinweisen zur OSW-Entwicklung. Politische Handlungsempfehlungen auf EU-Gesetzgebungsebene sorgen für die Sensibilisierung und bessere
Ausstattung der Regionen. Ziel ist es, EU-weit gleiche
Wettbewerbsbedingungen für die Implementierung der OSW zu schaffen.
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